Will Paul wissen. Darüber hinaus stellt er die Frage, ob sie unser Leben nach ihren Wünschen steuern können und uns dazu bringen, das zu machen, was ihrer Meinung nach richtig und gut für uns wäre.

 

 Lieber Paul,

 

ich denke, man sollte hier genau abgrenzen: Verstorbene leben in einer anderen Dimension, wir leben hier in einer ganz konkreten irdischen Welt. Grenzverwischungen sind möglich, etwa wenn ein geliebter Mensch stirbt und man ihn im Moment des Todes wahrnimmt, selbst wenn man Kilometer weit voneinander entfernt ist.

Manchmal schickt man auch ein Danke „nach oben“, wenn man das Gefühl hat, ohne Hilfe des  toten Verwandten, Freundes ... wäre dies oder jenes nicht so gut geglückt. Wenn man eine sehr enge Bindung zu einem Menschen hatte und sehr durchlässig ist, mag man ab und zu das Gefühl haben, derjenige hätte sich eingeschaltet, wenn es um besonders wichtige Dinge geht, die wir hier zu erledigen haben. Nicht selten erscheinen uns Verstorbene auch im Traum mit einer Botschaft. Viele Menschen führen auch Zwiegespräche mit ihren Toten, sie sind ihnen noch immer gegenwärtig – vor allem, wenn man sehr lange miteinander gelebt hat.

Da wir aber alle mit einem eigenen Willen gesegnet sind, ist es unwahrscheinlich, von Verstorbenen in deren Sinne geleitet zu werden – weder im positiven noch negativen Sinn. Vor allem, wenn man das nicht selbst will.
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